Stokes-Unterlagen im Rathaus in Gefahr

Prof. Stokes hat für Eutin viel Gutes getan, die Stadt ist es ihm schuldig, dass einer seiner letzten Wünsche bezüglich seiner Unterlagen erfüllt wird und diese für die Nachwelt erhalten und zukünftigen Forschergenerationen zugänglich gemacht werden.

Seit den frühen 1970er Jahren hat Prof. Stokes zahlreiche Kopien auf so genanntem Thermopapier gefertigt, auf dem die Schrift langsam verblasst. Die Forderung des Vereins: Um diese einmalige Zusammenstellung dieser unersetzlichen Forschungen nicht so langsam der Selbstzerstörung zu überlassen, ist es dringend erforderlich, dass sämtliche Thermopapierunterlagen aus dem Fundus von Prof. Stokes erneut mit viel Kontrast fotokopiert werden. Es handelt sich bei den meisten der "Stokeschen Unterlagen" um kommentierte Fotokopien aus etwa 20 verschiedenen Archiven Deutschlands, z.T. auch aus internationalen Quellen. Der Wert dieser Sammlung besteht zum einen aus der einmalig umfangreichen, thematisch sortierten Zusammenstellung von Unterlagen verschiedenster Herkunft, zum anderen in den begleitenden fachkundigen Kommentaren, die Prof. Stokes z.T. direkt auf die Kopien geschrieben hat. Oft hat Stokes auch Texte in deutscher Schrift transkribiert. "Einige der frühen Kopien sind bereits so blass, dass sie nur mit speziellen Kopierereinstellungen noch lesbar zu vervielfältigen sein dürften. Es istnotwendig, dass dieser gesamte Aktenbestand kurzfristig durch-gesehen, archivfachlich aufbereitet und erneut fotokopiert wird. Dabei muss die innere Aktenstruktur unbedingt erhalten bleiben. Außerdem müssen die Vorgänge "entmetallisiert" werden (Rostgefahr). Ferner ist auf die z.T. problematische Randeinstellung zu achten. Sinnvollerweise sollten in diesem Zusammenhang alle Thermofotokopien erneut kopiert werden, auch jene, die zurzeit noch lesbar sind", so Jepp.

 

 

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