Erneute Forderung nach einem Stadtbaumeister

Die Bürgergemeinschaft Eutin e.V. hofft, dass mit der Ausschreibung der Stelle des städtischen Bauamtsleiters wieder an die Zeit der Eutiner Stadtbaumeister angeknüpft werden kann. Seit Jahren ist die personelle Besetzung des Bauamtes Stief- und Sorgenkind der Kommunalpolitik. Zeitweise völlig verwaist war in der Vergangenheit die Position auch schon mit dem Ordnungsamt zusammengefasst worden. Die Bürgergemeinschaft hatte seinerzeit umfangreich zu der ihrer Ansicht nach unglücklichen Kombination zweier völlig unterschiedlicher Verwaltungsbereiche Position bezogen.

Nun bietet die Neubesetzung die Chance, an große Traditionen anzuknüpfen. Klangvolle Namen wie Georg Greggenhofer, Peter Richter und Wilhelm Meissner haben ihre baulichen Spuren in Eutin hinterlassen. Eine neue Stellenbesetzung hat die Möglichkeit, eigene Akzente zu setzen, hat aber auch die Verpflichtung, dem Erbe aus der Vergangenheit gerecht zu werden.

Die Bürgergemeinschaft nimmt dies zum Anlass, erneut darauf hinzuweisen, dass das gebaute Erbe Eutins in die Hände einer erfahrenen Fachkraft gehört. Die historische Altstadt, die gern werbewirksam zur "Einkaufsstadt Eutin" herangezogen wird, braucht eine engagierte, kompetente Autorität. Parallel erwartet der Verein ein behutsames Weiterentwickeln des Stadtbildes. Die Vergangenheit zeigt, dass dort, wo ein gestalterisches Gesamtkonzept der Stadt liegen müsste, eigentlich nur ein bunter Flickenteppich von Ideen, Ansätzen und Einzelfallplanungen vorhanden ist. Dazu Vorstandssprecherin Regine Jepp: "Stadtbildpflege im historischen Kontext und gefühlvolle Gestaltung von Neuem, all dies trauen wir einem Mann / einer Frau mit hoher fachlicher Qualifikation, Initiative, Innovationsbereitschaft und visionärer Kraft zu. Wenn sich die Stadt nicht des Vorwurfes aussetzen will, das historische Erbe zu verschleudern, dann ist sie verpflichtet, den besten Mann oder die beste Frau für diese Stelle zu finden. Dies ist sie den Bürgerinnen und Bürgern Eutins schuldig."

Insoweit appelliert der Verein an alle Verantwortlichen, eine Fachkraft einzustellen, die Stadtgestaltung mit planerischer Weitsicht betreiben kann.

 

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