Bürgergemeinschaft Eutin e.V. gegen Werbepylon

Während sich andere Städte bemühen, ihre Werbeüberflutung einzudämmen, droht Eutin ein 15 m hoher Werbepylon. Ein solcher könnte in Neudorf am Famila Markt entstehen, sollten sich die Stadtvertreter mehrheitlich dafür entscheiden. Bereits im Dezember wurde die Möglichkeit des Baus im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt erörtert. Auch wenn diese Idee bisher bei den Stadtvertretern wenig Anklang gefunden zu haben scheint, so warnt die Bürgergemeinschaft Eutin e.V. deutlich vor einer Entscheidung zu Gunsten eines solchen "Werbemonsters".

"Kaum jemand mag sich vorstellen, wie stark die Silhouette der Stadt durch so eine Werbeanlage dominiert werden kann", so Regine Jepp, Sprecherin der Bürgergemeinschaft, einem Verein, der sich seit über 30 Jahren für eine verträgliche Stadtgestaltung einsetzt.

Die Skyline Eutins, die bisher von Kirche, Wasserturm und Johann-Heinrich-Voss-Gymnasium beherrscht wird, könnte also ein weiteres Attribut bekommen. Ob dadurch wirklich mehr Käufer nach Neudorf gezogen werden, ist fraglich, wirklich unstreitig dürfte aber die erhebliche Störung der Ästhetik der Landschaft sein. Ein Ausschuss für Stadtentwicklung, der seinem Namen gerecht werden will, muss auf seine gebaute Umwelt Rücksicht nehmen und behutsam auf eine Weiterentwicklung achten. Leider hat es das städtische Bauamt versäumt, den ehrenamtlichen Vertretern eine klare Absage dieses Vorhabens zu empfehlen. Trotzdem ist der Verein davon überzeugt, dass dieses Projekt nicht durchgeführt werden sollte. Egal, ob nun Rosen, Schloss- oder Kulturstadt Eutin, Werbeanlagen, die ein riesiges Outletcenter vermuten lassen, sollten dort bleiben, wo sie keinen optischen Schaden anrichten können. In einer Stellungnahme des Bürgermeisters hat sich die Stadt Eutin gerade gegen ein Designer-Outlet-Center in Neumünster ausgesprochen.

"Unsere Stadtansicht, die über Jahrhunderte Kupferstecher, Maler und Fotografen fasziniert hat, wird schleichend in einer völlig unakzeptablen Weise verändert, die der städtischen Identität nicht entspricht", so Jepp.   

 

 

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