PACT Adé

Nun ist es amtlich: PACT wird – zumindest vorläufig – nicht kommen. Auch wenn die Bürgergemeinschaft Eutin e.V. einem schnellen Erfolg dieser Initiative keine große Wahrscheinlichkeit eingeräumt hatte, so vertritt der Verein, der sich seit über 30 Jahren um Fragen der Stadtgestaltung und - erhaltung kümmert, die Auffassung, dass die Aufmerksamkeit, die die Verbesserungsbedürftigkeit des Bildes der Innenstadt zurzeit hat, nicht verhallen darf.

Der Vereinsvorstand beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren mit der Frage, wie das innerstädtische Stadtbild für Einheimische und Gäste nachhaltig zu verbessern ist. Dabei stehen Aspekte wie die Sondernutzung des öffentlichen Raumes, die Qualität des Erscheinungsbildes und das Flair des Straßenraumes im Vordergrund.

Auch wenn das Nichtzustandekommen PACTs ein äußerst bedauerliches Desinteresse zahlreicher Investoren zeigt, so machen die Reaktionen darauf auch deutlich, dass mehr diesbezügliches Engagement aus dem Rathaus von Verwaltung und Selbstverwaltung erwartet wird. Dabei darf es nicht darauf ankommen, dass eine Gruppe ausschließlich ihre Interessen versucht durchzusetzen, bei diesen Fragen ist Einvernehmlichkeit gefordert.

Vielleicht könnte der Vortrag des Lübecker Stadtbildpflegers Hans-Achim Körber, der am 12. Oktober um 18.00 Uhr für die städtischen Gremien und die interessierte Öffentlichkeit referiert, ein passender Beginn einer solchen Entwicklung sein.

Damit nun das Eutiner Stadtbild, dessen Verbesserung ein wesentlicher Teil der PACT Initiative sein sollte, nicht in äußerst unfruchtbaren gegenseitigen Schuldzuweisungen unter die Räder gerät, bietet die Bürgergemeinschaft Eutin e.V. konstruktive Unterstützung an. "Ich könnte mir gut eine Gesprächsrunde mit Vertretern der WVE, aus dem Rathaus und der Politik vorstellen, in der auf der Basis der Gedanken, die sich der Verein seit Jahren zu diesem Thema gemacht hat, begonnen wird, an Lösungen zu arbeiten", so Regine Jepp, Sprecherin der Bürgergemeinschaft Eutin e.V.

 

 

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